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Ragusa Schokolade ist eine echte Schweizer Spezialität mit besonderer Geschichte. Entstanden während des Zweiten Weltkriegs aus der Kombination von Haselnüssen und Schokolade, überzeugt sie bis heute mit ihrer einzigartigen Rezeptur. Freue dich auf Ragusa Schokolade mit feiner Pralinenfüllung und ganzen Haselnüssen.
Ragusa ist der bekannteste Schweizer Schokoriegel, bei dem nicht der Kakao die Hauptrolle spielt, sondern die Haselnuss. Knapp ein Drittel eines Riegels besteht aus Haselnüssen, ganz und gemahlen, und darum liegt eine nur dünne Schicht Schokolade. Hergestellt wird Ragusa seit 1942 von Chocolats Camille Bloch in Courtelary im Berner Jura, nach unverändertem Rezept.
Marke seit | 1942 |
Hersteller | Chocolats Camille Bloch SA, gegründet 1929 in Bern |
Sitz | Courtelary, Berner Jura (Schweiz), seit 1935 |
Bekannt für | rechteckiger 50-g-Riegel mit ganzen Haselnüssen in Praliné-Füllung |
Haselnussanteil | knapp ein Drittel des Riegels |
Kakao | aus Peru, rückverfolgbar bis zu den Bauern |
Familienführung | dritte Generation, Daniel Bloch |
Sortiment bei Marinello | 3 Tafeln: Classic, Noir, Blonde |
Preisbereich | 5,20 € |
Ragusa entstand aus einem Mangel. Während des Zweiten Weltkriegs war Kakao in der Schweiz knapp, und Camille Bloch suchte nach einer Möglichkeit, mit möglichst wenig davon auszukommen. Seine Lösung: Er mahlte Haselnüsse zu einer Masse, mischte ganze Nüsse darunter, strich das Ganze in flache Formen, überzog es auf beiden Seiten mit einer dünnen Schicht Schokolade und schnitt es in rechteckige Riegel zu 50 Gramm. Rezept, Verfahren und Form sind bis heute dieselben.
Der Name kam vom Urlaub. Bloch erinnerte sich an die Stadt Ragusa, das heutige Dubrovnik in Kroatien, und entschied sich dafür, weil das Wort gut klingt und sich in allen Schweizer Landessprachen aussprechen lässt. Die dunkle Variante Noir kam 2008 dazu, die helle Blonde 2014.
Produziert wird ausschließlich am Firmensitz in Courtelary, einem Dorf im Berner Jura. Milchpulver und Zucker kommen aus der Schweiz, der Kakao aus Peru, wo sich die Bohnen laut Hersteller bis zu den einzelnen Bauern zurückverfolgen lassen. Die Haselnüsse stammen überwiegend aus der Türkei, dem Land, das rund 70 Prozent der weltweiten Ernte liefert. Weil der Bedarf hoch ist, rund 600 Tonnen im Jahr und damit fast so viel wie an Kakaobohnen, pflanzt das Unternehmen seit 2021 in Georgien eigene Haselnussbäume.
Auch das Werk selbst läuft schweizerisch: Ein regionales Holzschnitzel-Heizkraftwerk, Solaranlagen und zertifizierter Wasserstrom versorgen die Produktion. Gehärtete Fette und Transfette kommen nicht in die Rezeptur. Wie sich Ragusa gegen andere Hersteller aus dem Land schlägt, siehst du in der Kategorie Schweizer Schokolade.
Die Ragusa Classic ist der Riegel, den die meisten meinen, wenn sie Ragusa sagen: Milchschokolade um eine Haselnuss-Praliné-Füllung mit ganzen Nüssen. Mild, süß, und beim Abbeißen knacken die Nüsse. Wenn du Schokolade magst, in der die Nuss führt und nicht der Kakao, ist das dein Riegel. Vergleichbares aus anderen Häusern findest du unter Nussschokolade.
Die Ragusa Noir setzt auf 60 Prozent Kakao im Überzug. Der herbere Mantel bremst die Süße der Füllung, die Haselnuss bleibt trotzdem klar im Vordergrund. Das ist die Version für alle, denen der Klassiker zu lieb ist; wer generell lieber dunkel isst, wird in der Zartbitterschokolade fündig.
Beide sind ohne Alkohol. Die Praliné-Füllung macht Ragusa außerdem zu einem Fall für die Nougat Schokolade, in der du weitere gefüllte Tafeln und Riegel dieser Machart findest.
Vom selben Hersteller führt Marinello unter dem Markennamen Camille Bloch noch Mousse-Riegel und Likör-Täfelchen.
In der Schweiz steht Ragusa in fast jedem Supermarkt, außerhalb führen ihn Fachhändler und Schweiz-Spezialisten. Bei Marinello bestellst du die Ragusa-Tafeln online nach Österreich und Deutschland, Versand innerhalb von 24 Stunden.
Ja. Hergestellt wird ausschließlich in Courtelary im Berner Jura, seit 1935 dem Sitz des Familienunternehmens. Milchpulver und Zucker stammen aus der Schweiz, Kakao und Haselnüsse werden importiert und in Courtelary verarbeitet.
Die Füllung ist bei allen dreien eine Haselnuss-Praliné-Masse mit ganzen Nüssen, der Unterschied liegt im Überzug: Classic in Milchschokolade, Noir mit 60 Prozent Kakao deutlich herber, Blonde in einer goldgelben Hülle aus weißer Schokolade mit karamellisiertem Milchpulver.
Weil Kakao 1942 fehlte. Camille Bloch ersetzte einen Großteil davon durch Haselnüsse und behielt das Verhältnis bei, auch als Kakao wieder verfügbar war. Heute verbraucht das Unternehmen jährlich fast so viele Haselnüsse wie Kakaobohnen.