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In dieser Kategorie findest du Schokolade aus den Niederlanden, die für moderne Rezepturen, sorgfältige Herstellung und einen bewussten Umgang mit Kakao steht. Entdecke ausgewählte Tafeln und Spezialitäten niederländischer Chocolatiers und finde deine neuen Favoriten.
7,50 € Ursprünglicher Preis war: 7,50 €6,00 €Aktueller Preis ist: 6,00 €.
Holländische Schokolade steht heute für kleine Manufakturen, die ihre Tafeln von der Bohne weg selbst herstellen. Wer beim Stichwort Niederlande zuerst an Kakaopulver denkt, liegt historisch richtig: Casparus und Coenraad van Houten ließen sich 1828 in Amsterdam die hydraulische Kakaopresse patentieren, mit der sich der Fettgehalt der Kakaomasse halbieren ließ. Coenraad versetzte das Pulver anschließend mit Soda, damit es sich besser in Wasser löst. Dieses Verfahren trägt bis heute den Namen seines Herkunftslandes: Dutch Process.
Amsterdam ist geblieben, was es damals wurde: der größte Kakaoumschlagplatz der Welt. Davon lebt die junge niederländische Manufakturszene, die ihre Rohbohnen praktisch vor der Haustür einkauft. In dieser Kategorie findest du deshalb keine Souvenirtafeln aus dem Supermarktregal, sondern ausschließlich Bean-to-Bar-Schokolade von zwei Herstellern.
Beide Häuser arbeiten Bean-to-Bar, verfolgen damit aber unterschiedliche Ziele. Heinde & Verre komponiert und mischt, Krak Chocolade zeigt einzelne Herkünfte so pur wie möglich.
Heinde & Verre | Krak Chocolade | |
|---|---|---|
Sitz | Rotterdam | Ermelo |
Seit | 2015, Bean-to-Bar seit 2019 | 2013 |
Handschrift | Blends aus mehreren Herkünften, Mehrfachröstung, bei manchen Tafeln Reifung statt Conchieren | sortenreine Tafeln, jeder Schritt vom Rösten bis zum Conchieren im eigenen Haus |
Sorten | weiß 37 %, Milch 50 bis 61 %, dunkel 71 %, 100 % | Milch 55 %, dunkel 70 % |
Auszeichnungen Academy of Chocolate | Gold 2021, 2022, 2024 (mit Golden Bean) und 2025, Silber 2025, Bronze 2023 | Golden Bean 2021 |
Passt zu dir, wenn | du cremige Tafeln und ausgewogene Aromen magst | du Kakao-Herkünfte direkt vergleichen willst |
Gegründet wurde Heinde & Verre von Jan-Willem Jekel und Ewald Rietberg. Der Name heißt übersetzt „nah und fern“ und beschreibt das Prinzip: Kakao aus der Ferne, Milch und Zucker aus den Niederlanden. Hinter Krak Chocolade steht Mark Schimmel, zuvor Chef-Pâtissier in der Spitzengastronomie. Das vollständige Sortiment beider Häuser findest du auf den Markenseiten von Heinde & Verre und Krak Chocolade.
Über den Geschmack entscheidet hier weniger das Herstellungsland als der Kakaoanteil. Mild startest du bei der Dutch Original 52 %, einer Milchschokolade mit niederländischer Kuhmilch in klassischer Molkereitradition. Einen Schritt weiter geht die Smooth Piura Peru 61 %: dunkel in der Tiefe, cremig im Schmelz. Ab 70 % stehen die Edelbitter-Tafeln mit nur drei Zutaten, nämlich Kakao, Kakaobutter und Zucker. Ganz oben wartet die Pearl of Ecuador 100 %, die 85 Stunden vermahlen und belüftet wird und dadurch überraschend geschmeidig gerät. Weitere Tafeln ohne Zucker findest du unter 100 % Schokolade.
Aus der Reihe fällt die Gold Piura Peru White 37 %. Ihre Kakaobutter wird eigens in Peru gepresst, Vanille oder zugesetzte Aromen braucht sie nicht. Wenn du weiße Sorten vergleichen möchtest, lohnt der Blick in die Kategorie weiße Schokolade.
Der schnellste Test ist die Zutatenliste. Bei dunkler Manufakturschokolade stehen dort drei Zutaten, nicht acht. Auffällig ist dabei ein Widerspruch: Ausgerechnet im Ursprungsland des Dutch Process alkalisieren die Manufakturen ihren Kakao nicht. Das Verfahren dämpft zwar die Bitterkeit, kostet aber Aroma.
Dazu kommt eine geschmackliche Handschrift, die die Gründer von Heinde & Verre selbst so beschreiben: Sie rösten heller als französische oder belgische Häuser. Die Tafeln wirken dadurch weniger schwer, und die Fruchtnoten des Kakaos treten deutlicher hervor. Wie eine solche Tafel entsteht, erklärt der Beitrag Was ist Bean-to-Bar-Schokolade? im Blog. Alle Tafeln des Sortiments mit dieser Machart stehen in der Kategorie Bean to Bar, andere Herkunftsländer im Vergleich unter Schokolade aus aller Welt.
Schokolade, die in den Niederlanden hergestellt wird. Historisch steht das Land für Kakaopulver und den Dutch Process, heute vor allem für Bean-to-Bar-Manufakturen, die Herkunftskakao selbst rösten und vermahlen. Niederländische Schokolade meint dasselbe und ist die genauere Bezeichnung, denn Holland sind streng genommen nur zwei der zwölf Provinzen.
Heinde & Verre aus Rotterdam und Krak Chocolade aus Ermelo. Beide arbeiten Bean-to-Bar und wurden mehrfach von der Academy of Chocolate ausgezeichnet. Bekannte Supermarktmarken wie Droste oder Van Houten führt das Sortiment bewusst nicht.
Nein. Dutch Process bezeichnet alkalisiertes Kakaopulver, das milder schmeckt, dunkler aussieht und sich besser in Flüssigkeit löst. Verwendet wird es zum Backen und für Trinkschokolade. Die Tafeln in dieser Kategorie sind nicht alkalisiert.
Ja. Die dunklen Tafeln ab 70 % kommen ohne Milch aus. Zusätzlich hat Heinde & Verre eine eigene pflanzliche Milchalternative aus Kokos, glutenfreiem Hafer, Reis und Banane entwickelt, die in der Dutch Vegan 52 % steckt. Sie gewann 2021 bei der Academy of Chocolate Gold in der Wettbewerbskategorie Milchschokolade.
Weil die Manufakturen kleine Chargen Herkunftskakao einkaufen, selbst rösten, vermahlen und einzelne Tafeln monatelang reifen lassen. Industrielle Hersteller verarbeiten zugekaufte Kuvertüre in Tonnen. Der Unterschied entsteht beim Rohstoffpreis und beim Zeitaufwand pro Tafel.