Gay-Odin

Gay-Odin ist die Schokoladenmanufaktur Neapels. 1894 von Isidoro Odin und Onorina Gay gegründet, wird die Schokolade bis heute handwerklich in der Stadt hergestellt. Das Herzstück sind die dunklen Tafeln mit 65 % Kakao, pur oder mit Haselnüssen, Mandeln, Pistazien, Orange, Chili oder Zimt. Dazu kommen Milch- und weiße Schokolade und die Single-Origin-Reihe Itinerari leggendari.

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Wissen

Wissenswertes zu Gay-Odin

Gay-Odin ist die Schokoladenfabrik Neapels. Der piemontesische Chocolatier Isidoro Odin kam 1888 in die Stadt und eröffnete eine Bottega im Viertel Chiaia. 1894 heiratete er Onorina Gay aus einer Chocolatier-Familie, aus beiden Namen wurde die Marke. Die Fabrik im Vico Vetriera, 1922 im Jugendstil gebaut, ist heute nationales Denkmal und produziert noch immer. Berühmt ist die Foresta, ein Stamm aus hauchdünnen, von Hand gefalteten Schokoladenblättern, patentiert und seit hundert Jahren die Spezialität des Hauses.

Gegründet1888 eröffnete Isidoro Odin seine Bottega in Chiaia, Neapel. 1894 entstand mit Onorina Gay die Marke, seit 1960 führt die Familie Maglietta das Haus.
SitzDie Fabrik steht im Vico Vetriera 12 in Neapel, Kampanien. Angelo Trevisan baute sie 1922 im Jugendstil, heute ist sie nationales Denkmal.
Bekannt fürDie Foresta, ein Schokoladenstamm aus gefalteten Blättern, in Milch oder als Foresta Nera mit 80 % Kakao und Honig. Dazu kommen der Vesuvio, eine Praline mit bitterer Hülle und Rumfüllung, die Cioccolatini Nudi, Tafeln von 65 bis 99 %, die Aufstriche Nocciutella und Ghiandella und der Schokoladenlikör Gran Finale.
KakaoDer Criollo-Kakao kommt roh nach Neapel und wird über Holzfeuer geröstet. Alles in der Fabrik entsteht von Hand, ohne Konservierungsstoffe.
FamilieGiuseppe Maglietta, „der Gentleman der Schokolade“, lernte jahrelang bei Isidoro Odin und übernahm die Fabrik von seinen Onkeln Nino und Giulio Castaldi.
Zu erlebenZwölf Botteghe, zehn davon in Neapel, darunter die Via Toledo 427 und die Fabrik im Vico Vetriera, dazu je eine in Rom und Mailand.

Was Gay-Odin macht

Die Foresta sieht aus wie ein Stück Baumstamm und ist das Gegenteil von massiv. Isidoro Odin erfand sie um 1920: Dünne Blätter aus Kakaomasse werden von Hand über sich selbst gefaltet, bis ein luftiger Stamm entsteht, der beim Beißen zerbröselt. Das Verfahren ist patentiert, und es gibt sie bis heute in Milchschokolade. Giuseppe Maglietta setzte um 2000 die dunkle Version durch, die Foresta Nera mit 80 Prozent Kakao und einem Tropfen Honig statt mehr Zucker. Die Herstellung ist aufwendiger, das Ergebnis trockener und kompakter.

Die zweite Ikone ist jünger. Der Vesuvio, um 1995 vom Architekten Fabrizio Mangoni entworfen, ist außen sehr bitter und innen ein mit Rum erstarrtes Magma. So beschreibt es Mangoni selbst, bitter wie die Menschen an den Hängen des Vulkans. Dahinter steht eine Fabrik, in der laut Gay-Odin alles von Hand entsteht: die Nudi, die unverpackten Pralinen, die Tafeln von 65 bis 99 Prozent, die Foresta. Der Criollo-Kakao kommt roh nach Neapel und wird über Holzfeuer geröstet, ein altes Verfahren, das dem Haus zufolge das Aroma bewahrt. Große Lager gibt es nicht, weil auf Konservierungsstoffe verzichtet wird.

FAQ

Häufige Fragen zu Gay-Odin

Wo kann man Gay-Odin Schokolade kaufen?
Wo kann man Gay-Odin Schokolade kaufen?

Direkt hier bei Marinello, und für Tafeln und Pralinen ist das außerhalb Italiens einer der wenigen Wege: Der Onlineshop von Gay-Odin verschickt nur Cremes und Likör. In Neapel, Rom und Mailand verkauft das Haus in seinen zwölf Botteghe. Vereinzelt führt sie auch der Fachhandel für italienische Feinkost.

Woher kommt Gay-Odin?

Aus Neapel. Die Fabrik steht seit 1922 im Vico Vetriera im Viertel Chiaia, wo Isidoro Odin 1888 seine erste Bottega eröffnet hatte.

Was ist die Foresta von Gay-Odin?

Ein Schokoladenstamm aus hauchdünnen Blättern, die von Hand gefaltet werden. Sie ist leicht, brüchig und die bekannteste Spezialität des Hauses, in Milchschokolade oder als Foresta Nera mit 80 Prozent Kakao.

Was ist der Vesuvio?

Eine Praline in Form des Vulkans: außen sehr bittere Schokolade, innen eine Rumfüllung. Der Food-Designer Fabrizio Mangoni hat sie in den 1990ern für Gay-Odin entworfen.

Ist Gay-Odin Schokolade glutenfrei und laktosefrei?

Die dunklen Sorten enthalten weder Gluten noch Milch als Zutat. Gay-Odin weist aber darauf hin, dass in der Fabrik Weizenmehl und Milch für andere Produkte verwendet werden und Spuren nicht ausgeschlossen sind.

Gibt es Gay-Odin ohne Zucker?

Ja, die Tafel Amara mit 99 Prozent Kakao kommt ohne Zucker aus. Die übrigen dunklen Tafeln haben 65 oder 85 Prozent.