Spanische Schokolade

Diese Kategorie bietet einen Einblick in spanische Schokolade und deren unterschiedliche Umsetzungen. Von bekannten Feigen-Pralinen bis hin zu klassischen Tafelschokoladen findest du hier unsere ausgewählten Favoriten aus Spanien!

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Ratgeber

Spanische Schokolade: Europas erstes Schokoladenland

Spanische Schokolade hat den längsten Stammbaum Europas.

Anfang des 16. Jahrhunderts brachten spanische Eroberer den Kakao aus Mittelamerika an den spanischen Königshof, wo das bittere Aztekengetränk erstmals mit Zucker gesüßt wurde. Gut ein Jahrhundert lang blieb Schokolade danach eine fast rein spanische Angelegenheit, erst um 1600 wanderte sie nach Italien und Frankreich weiter.

Diese Geschichte schmeckt man bis heute, denn in Spanien ist Schokolade zuerst ein Getränk. Chocolate a la taza wird so dick angerührt, dass ein Churro darin stecken bleibt, und gehört in Madrid wie Barcelona zum Frühstück wie bei uns die Semmel zum Kaffee. Tafeln, Pralinen und Mandel-Spezialitäten kamen später dazu. Diese Kategorie versammelt beide Welten mit zwei Häusern: Blanxart aus Barcelona und Rabitos Royale aus der Extremadura.

Blanxart: Herkunftstafeln von mild bis 100 Prozent

Blanxart arbeitet seit 1954 in Barcelona und röstet die Kakaobohnen für seine Tafeln selbst. Sortiert wird nach Herkunft: Peru Alto Piura, Nicaragua, Brasilien, Kongo und Guayaquil in Ecuador stehen jeweils mit eigenem Kakaoanteil im Regal. So findest du deine Stufe:

Stufe

Tafeln im Sortiment (Beispiele)

So schmeckt es

28–43 %

Blanco 28 %, Katzenzungen Vollmilch, Leche Almendras 43 %

cremig, mild, milchbetont

60–77 %

Negro con Almendras 60 %, Frambuesa y Açaí 72 %, Brasil 76 %, Peru 77 %

ausgewogen, erste Herkunftsnoten

81–95 %

Congo 82 %, Peru 83 %, Nicaragua 85 %, Flor de Sal 85 %, Brasil 89 %, Guayaquil 95 %

intensiv, wenig Süße

100 %

Peru Alto Piura 100 %

purer Kakao ohne Zucker

Zwei Eigenheiten fallen auf. Erstens die Mandeln: karamellisierte Almendras mit Kakao, Rocs mit Milchschokolade, Tafeln mit ganzen Mandeln. Kaum ein Land verbindet Schokolade so selbstverständlich mit Mandeln wie Spanien, das ist das Erbe der Turrón-Tradition. Zweitens führt Blanxart eine eigene Linie ohne Zuckerzusatz zwischen 78 und 93 Prozent Kakao. Das komplette Sortiment der Marke steht auf der Markenseite Blanxart, die stärksten Tafeln über alle Länder hinweg unter 100 % Schokolade.

Rabitos Royale: die Feigenpraline aus der Extremadura

Bei Rabitos Royale ist die Hülle eine Frucht: Eine ganze getrocknete Feige wird gefüllt und in Schokolade getaucht. Hersteller La Higuera sitzt in Almoharín in der Extremadura, einer der wichtigsten Feigenregionen Spaniens. Der Klassiker kombiniert dunkle Schokolade mit mindestens 52 Prozent Kakao und einer Brandy-Ganache, dazu kommen die White-Variante mit weißer Schokolade und Erdbeernote sowie Salted Caramel. Alle Varianten und Packungsgrößen zeigt die Markenseite Rabitos Royale.

Trinkschokolade a la taza: dick wie ein Dessert

Die Blanxart a la Taza Tradicional wird erhitzt und wie Pudding angerührt, bis sie cremig-dickflüssig ist. Klassisch serviert man sie mit Churros zum Tunken, sie funktioniert aber auch solo als Dessert. Kakao und Trinkschokoladen anderer Länder findest du unter Trinkschokolade, den Ländervergleich unter Schokolade aus aller Welt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist typisch für spanische Schokolade?

Drei Dinge: dickflüssige Trinkschokolade a la taza, die Verbindung mit Mandeln in der Tradition von Turrón und die Feigenpralinen aus der Extremadura. Herkunftstafeln mit hohem Kakaoanteil sind die jüngste Ergänzung dieser Tradition.

Die bekanntesten sind Valor aus Villajoyosa (vor allem Trinkschokolade), Lacasa mit den bunten Lacasitos, Simón Coll und Amatller aus Katalonien sowie Blanxart und La Higuera mit Rabitos Royale. Marinello konzentriert sich auf die letzten beiden: Manufakturware statt Supermarktregal.

Weil sie zum Tunken gedacht ist: Churros sollen die Schokolade aufnehmen, ohne dass sie abtropft. Gebunden wird klassisch mit Stärke, angerührt wie Pudding, erhitzt und einige Minuten gerührt.

Feigenpralinen: ganze getrocknete Feigen, gefüllt mit Ganache und umhüllt von Schokolade. Der Klassiker setzt auf Brandy und dunkle Schokolade mit mindestens 52 Prozent Kakao, daneben gibt es White mit Erdbeernote und Salted Caramel.

Ja. Blanxart führt Herkunftstafeln ohne Zuckerzusatz mit 78, 81, 87 und 93 Prozent Kakao, dazu die 100-%-Tafel, die von Haus aus ohne Zucker auskommt. Mehr Auswahl über Spanien hinaus steht unter zuckerfreie Schokolade.

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