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Michel Cluizel steht für französische Chocolatierskunst auf höchstem Niveau. Das Familienunternehmen setzt auf direkte Beziehungen zu Kakaoproduzenten und sorgfältig ausgewählte Rohstoffe. Dadurch entstehen Schokoladen & Pralinen, die lange in Erinnerung bleiben. Hier Michel Cluizel Schokolade kaufen!
Michel Cluizel ist eine französische Manufaktur, die ihre Schokolade von der Kakaobohne an selbst herstellt und dabei bevorzugt mit Bohnen einzelner Plantagen arbeitet. Angefangen hat das 1948 in der Küche von Marc und Marcelle Cluizel in Damville in der Normandie, beide gelernte Konditoren. Heute steht die vierte Generation der Familie hinter dem Betrieb. Seit 2012 trägt er das französische Staatslabel „Entreprise du Patrimoine Vivant“, das handwerkliches Können auszeichnet und alle fünf Jahre neu geprüft wird.
Gegründet | 1948 von Marc und Marcelle Cluizel |
Sitz und Produktion | Damville, Normandie (Frankreich) |
Familie | vierte Generation |
Bekannt für | Chocolat de Plantation, erste Tafel mit 99 % Kakao (1989) |
Auszeichnung | Entreprise du Patrimoine Vivant seit 2012 |
Rezeptur | Charta „Ingrédients Nobles“ seit 2000: reine Kakaobutter, Bourbon-Vanilleschote, Zucker |
Sortiment bei Marinello | 17 Produkte: Tafeln von 36 bis 99 % Kakao, veredelte Tafeln, Einzelpraline, Sardinendose |
Preisbereich | 1,11 bis 12,90 € |
Damit gehört Cluizel zu den ältesten noch familiengeführten Häusern der französischen Schokolade.
Eine Plantagen-Schokolade entsteht aus den Bohnen eines einzigen Anbauguts. Das ist die engste Herkunftsangabe, die es bei Schokolade gibt: enger als eine Herkunftsschokolade, die ein ganzes Land nennt, und enger als eine Cru-Schokolade, die für eine Anbauregion steht.
Cluizel brachte 1999 die erste Tafel dieser Art auf den Markt, mit Bohnen der Hacienda Concepción in Venezuela, und prägte dafür die Bezeichnung Chocolat de Plantation. Fermentiert wird direkt auf der Plantage, mehr als fünf Tage lang in flachen Holzkisten. Geröstet wird anschließend in der Normandie, langsam und bei niedriger Temperatur, mit einem eigenen Röstprofil je Herkunft.
Wie stark der Boden mitspielt, zeigt Mangaro auf Madagaskar. Dort wuchsen früher Mangobäume, daher der Name, und die Tafel bringt Zitrusnoten und einen Anklang von Lebkuchen mit. Mokaya im mexikanischen Chiapas wächst auf Vulkanerde und schmeckt deutlich milder, nach gerösteten Mandeln und Honig.
Seit 2000 hält Cluizel schriftlich fest, was in eine Tafel darf: reine Kakaobutter, Bourbon-Vanille in der Schote und Zucker. Kein Sojalecithin, keine zugesetzten Aromen. Die Manufaktur nennt diese Selbstverpflichtung „Ingrédients Nobles“ und wendet sie auf das gesamte Sortiment an.
Sojalecithin ist ein Emulgator. Er macht die flüssige Schokoladenmasse dünner und damit leichter zu verarbeiten, was bei Tafeln Kakaobutter spart. Wer darauf verzichtet, muss mehr Kakaobutter einsetzen und länger conchieren. Für alle, die Soja meiden, ist das ein handfestes Argument. Statt Vanillin steckt echte Vanille in der Rezeptur.
Die Spanne im Sortiment ist ungewöhnlich weit. Sie beginnt bei der Kayambe Grand Ivoire 36 %, einer auffallend wenig gesüßten weißen Schokolade mit Noten von Milch und Butterkuchen.
Bei der Milchschokolade gibt es zwei Wege: Die Kayambe Grand Lait 45 % ist kräftiger als handelsübliche Vollmilch, die Mangaro Lait 50 % holt den Kakaoanteil noch weiter hoch und schmeckt nach braunem Karamell und exotischen Früchten.
Für den Einstieg ins Dunkle eignet sich die Kayambe Noir 72 % mit ihren holzigen Lakritznoten. Wer Herkunft schmecken möchte, greift zu den Plantagen-Tafeln La Laguna Noir 70 % aus dem Lanquín-Tal in Guatemala, Mangaro Noir 71 % oder Mokaya Noir 75 %. Kräftiger wird es mit der Arcango Grand Noir 85 %, die nach Röstkastanie und geröstetem Kaffee schmeckt. Ganz oben steht die Noir Infini 99 %, seit 1989 im Programm und damals die erste Tafel dieser Stärke überhaupt. Beide finden sich in der Edelbitter Schokolade.
Daneben stehen die veredelten Tafeln: kandierte Orangenschale, Fleur de Sel, karamellisierte Mandeln, karamellisierte Haselnüsse, Feigen mit Haselnuss und gesalzenes Butterkaramell.
Ja, wenn auch anders als erwartet. Bei Marinello gibt es keine Cluizel-Pralinenbox, sondern die 99 % Kakao Praline als Einzelstück. Sie nimmt den Kakaoanteil der Noir Infini auf und ist die kleinste Möglichkeit, diese Intensität zu testen, bevor du zur ganzen Tafel greifst. Sie liegt in der Kategorie Pralinen neben Einzelstücken anderer Häuser.
In Frankreich führt die Manufaktur zusätzlich die Bonbon-Kollektion „Les Exclusifs“, seit 2020, 16 Sorten Ganachen und Pralinés in Bio-Qualität. Bei Marinello ist sie nicht gelistet.
In Frankreich über die eigenen Boutiquen, die erste eröffnete 1987 in der Rue Saint-Honoré in Paris. In Österreich und Deutschland führt der Lebensmittelhandel die Marke nicht, der Weg läuft über Feinkost- und Schokoladenhändler. Bei Marinello bestellst du die lagernden Tafeln online, Versand innerhalb von 24 Stunden.
Eine Schokolade, deren Kakaobohnen alle von einem einzigen Anbaugut stammen. Sie ist damit genauer zugeordnet als eine Schokolade mit Länderangabe oder eine Cru-Schokolade aus einer Region. Cluizel führte diese Kategorie 1999 ein.
Nein. Die Manufaktur schließt Sojalecithin und zugesetzte Aromen seit 2000 über ihre Rezeptur-Charta aus. Die vollständige Zutatenliste steht bei jedem Produkt im Shop.
Ein Teil der dunklen Tafeln ist als vegan gekennzeichnet, darunter Kayambe Noir 72 %, Mangaro Noir 71 %, La Laguna Noir 70 %, Mokaya Noir 75 %, Arcango Grand Noir 85 % und Noir Infini 99 %. Die Milchschokoladen und die weiße Kayambe Grand Ivoire enthalten Milchbestandteile. Die Kennzeichnung findest du direkt beim Produkt.
Eine Blechdose im Vintage-Design, darin einzeln eingewickelte Sardinen aus Milchschokolade mit 39 % Kakao. Die Dose ist ein Trompe-l’œil und gehört zu den bekanntesten Stücken des Hauses, gedacht als Mitbringsel mit Überraschungsmoment.